Borneo Hölzer

Zusammenstellung Steenken

Der Regenwald versorgt die eingeborenen Dayak-Gruppen im Inneren Borneos mit zwei Holzarten, die sie zum Schnitzen von Hampatongs benutzen wegen ihrer Haltbarkeit und der langen Lebensdauer im Gegensatz zur kurzen des Menschen. Es sind die Harthölzer des Primärwaldes, im Holzhandel sinkers genannt, weil sie nicht schwimmen. Bekannt ist das

Eisenholz Belian, Eusideroxylon oder Kayu ulin

Es eignet sich zum Schnitzen und Hobeln. Frisch geschnittenes Belian ist gelbweiß. Die Iban haben ihre Werkzeuge dem Belian-Hartholz angepasst. Sie benutzen Meißel, Messer und Feilen. Belian hat kaum Astknoten und bröckelt nicht beim Schnitzen. Allerdings kann es trotz seiner Stärke reißen, wenn es aufschlägt. Die Dayak vermeiden deshalb, Details zu schnitzen. Eine zweite Gruppe von Hartholz ist

Tapang oder Koompassia

Es ist härter und schwerer als Belian. Deshalb ist Tapang schwerer zu schneiden, schnitzen oder zu sägen als Belian. Frisch geschnittenes Tapang-Holz ist im Zentrum schwarzbraun und wird in der Peripherie blasser. Tapang-Bäume werden gerne von Bienen benutzt, darum fällen sie die Iban seltener. Belian und Tapang-Hölzer schwärzen sich in der Sonne. Sie sind leichter zu bearbeiten, wenn man sie einige Wochen auf feuchten Böden liegen lässt. Die Eingeborenen kennen die richtige Zeitdauer dafür. Eine dritte Holzart für ist das rötlichere, vergängliche

Kumpang

Daraus wurde einst der Mensch gemacht. Für Hampatongs ist es leichter zu bearbeiten. Aus Kumpang werden oft Masken hergestellt. Es wächst in Papua Neuguinea unter dem Namen

Alstonia-Holz

In Neuirland wird es bemalt als Malangan wie das Totenschiff.

Werkstatt

Um 2000 begann in Borneo ein Wiederaufleben der Kultur der Vorfahren im Historismus des „Sarawak Styles“. Objekte dazu finden Sie in der „Werkstatt“ der Sammlung KULT.





Aktuelles

Homepage ist aktuell